Das Univiertel und die Historie

Die RWTH Aachen und das historische Industrieviertel

Das Gebiet der Excellenzuniversität erstreckt sich mittlerweile über ein gewaltiges Gebiet, das sich in erster Linie westlich vom Templergraben ausgebreitet hat

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Hauptgebäude am Templergraben

Studentenstadt Aachen

mit fast 60 000 Studenten bleibt das Stadtbild jung und das Image der Hochschule als Exzellenz-Universität lockt viele Studenten aus In- und Ausland nach Aachen.

Wo heute Hauptgebäude und Super C die Studenten begrüßt, war im zwanzigsten Jahrhundert das Areal von Tuch- und Nadelfabriken und Abteien.

Straßen wie Johanniterstraße oder Annuntiatenbach tragen noch heute die Ordensnamen der damaligen Kloster. Nadel- und Tuchfabriken, von denen man noch heute Spuren entdecken kann, prägten das Bild den Westviertels der Innenstadt. Heute dominiert hier die Uni.

Zwischen den Gebäuden von Sammelbau und Karmann-Hörsäalen an der Eilfschornsteinstraße steht der Torbau des Stadthauses des Stecknadelfabrikanten Schervier. Wo sich das damalige Wohn- und Fabrikationsgebäude im 19ten Jahrhundert befand, entstand bereits 1536 das Stadthaus der Abtei Klosterrath.

Seine Tochter, die Ordensgründerin Franziska Schervier, verbrachte hier ihre Kindheit. Wie Clara Fey war sie repräsentativ für die caritative Bewegung im 19ten Jahrhundert. In den Nadel- und Tuchfabriken war zu dieser Zeit Kinderarbeit Usus.

Das Gelände des Karmann Auditorium wurde als zentrales Hörsaalgebäude durch das neue C.A.R.L.S abgelöst und wartet auf neue Bestimmung.

An den Templergraben stößt der Karlsgraben.

Der Torbogen vom alten Stadthaus der Familie Lochner, der neben dem Alten Kutscherhaus auf dem Karlsgraben zu finden ist, ist ebenfalls Zeitzeuge der damaligen Industrie rund um die Stofffertigung in Aachen. Die Tuchfabrik Lochner, die zuvor von der Familie van Hautem geführt wurde, reichte mit ihrem Anwesen sogar bis zum heutigen Westpark, in dem sich zu Schaffenszeit von Emil Lochner sogar ein Park mit zoologischem Garten angelegt war.

Das frühere Fabrikgebäude ist heute ebenfalls Uni-Areal. Das Gebäude und Areal liegen natürlich an der Lochnerstraße.

Das Tor der ehemaligen Stadtvilla wurde sorgfältig restauriert.

In den Seitenstraßen finden sich weitere imposante Stadthäuser, Zeitzeugen der Stadtgeschichte.

In der Beginenstraße zeigt insbesondere die ehemalige Förderschule …

… den Wandel der Zeit bei der Nutzung zeitweilig als Flüchtlingsunterkunft, jetzt Adresse des sozialistischen Falken-Vereins.

Das damalige Industrieviertel erstreckte sich über die Vaalser Straße hinaus.

Jakobsplatz und Jakobskirche

Parallel zur Lochnerstraße verläuft der Beginn der Vaalser Straße am Jakobsplatz.

Am Platz präsentiert sich stolz St Jakobs.

Nougat Dresse

Eine süße Art der Traditionspflege begegnet man am kleinen Platz an der Kirche St Jakobs. Auf der Vaalser Straße 10 pflegt die Familie Dresse seit 1890 die Kunst der Nougatherstellung nach holländischer Art in Aachen.

Die rot grünen Nougat-Salinos symbolisieren die Tradition im Besonderen.

Dresse Nougat präsentiert seine Produkte ebenfalls auf der Euregio Wirtschaftsschau auf dem CHIO Gelände noch bis zum 31. März 2019.

Von hier aus lohnt der Weg über die Jakobstraße mit den individuellen Geschäften zurück zum Stadtkern.

Studentischen Leben findet eher auf der Pontstraße und zentralen Innenstadt statt.

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  • Veröffentlicht am 19. Oktober 2019

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