Das Aachener Rathaus – Symbol von Macht und Geschichte
Um 1350 ersetzte ein Stadtpalast das Grashaus am Fischmarkt als neues Rathaus.
Das Aachener Rathaus gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt und prägt das Bild der Altstadt seit Jahrhunderten. Es wurde im 14. Jahrhundert auf den Fundamenten der ehemaligen Kaiserpfalz Karls des Großen errichtet und steht damit direkt in der Tradition der kaiserlichen Geschichte Aachens. Es entstand an der Stelle der Grundmauern der Königshalle von Kaiser Karl dem Großen.
Das Gebäude erlebte über die Jahrhunderte einige Umgestaltungen. Brände und Kriege haben ihre Spuren hinterlassen. Die heutige Fassade entstand bis Anfang 1900. Schon sein Standort macht deutlich, welche zentrale Rolle die Stadt im mittelalterlichen Europa spielte.
Im Mittelpunkt des Rathauses steht der imposante Krönungssaal, in dem über Jahrhunderte die Festmahle anlässlich der Königskrönungen stattfanden. Hier wurden Macht, Herrschaft und Reichsidee sichtbar zelebriert. Prächtige Wandgemälde erzählen die Geschichte Karls des Großen und verbinden Architektur mit historischer Erinnerung.
Heute ist das Aachener Rathaus Sitz des Oberbürgermeisters und zugleich ein lebendiger Ort der Begegnung. Es verbindet mittelalterliche Geschichte mit modernem Stadtleben und politischen Entscheidungen der Gegenwart. Wer durch die schöne Aachener Altstadt spaziert, spürt hier besonders eindrucksvoll den Geist der Kaiserstadt Aachen.
Markant sind die beiden Türme, die erst 1977-79 vom Stadtbaumeiseter Leo Hugot mit neuen Turmhelmen gestaltet wurden:
Der Granusturm, dessen Name sich noch an „römische Zeiten“ rückführen läßt. Ältestes Karolingisches Bauwerk in Aachen.
Der Marienturm mit dem Zugang Marientor zum Marktplatz. Die Marienfigur gab dem Turm ihren Namen.
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