Stadtbekannt: Weibergeschichten aus Aachen – Hexe, Nonne, Weberin

Auch für Männer sicherlich geeignet, führt die Tour von Stadtbekannt und Co Aachenan Plätze an denen Frauen deutlich ihre Spuren hinterlassen haben. Ebenfalls bedeutet das Türelüre Ließje  mehr als nur ein Kinderlied.

Ein angemessener Start ist der Anna-Sittarz-Platz. Hier haben drei prägende Persönlichkeiten ihre Wurzeln, die in drei hintereinander folgenden Zeitspannen lebten.

Auf ihr Wirken weisen drei Tafeln hin, die am Anna-Sittarz-Platz zu finden sind.

Anna Sittarz betrieb hier zur Nazizeit einen Kiok und trotzte mit List den Nationalsozialisten. Ihr Tod, ein Autounfall zu Zeiten, wo der Verkehr doch noch bedächtiger floß, bleibt bedauerlich. Bedauerlich auch, dass noch nicht mal die Bushaltestelle entsprechend als Anna-Sittarz-Platz benannt ist.

1933 Wege gegen das Vergessen 1945

Wandel der Zeit

Wo damals Milch und Zeitschriften über den Ladentisch wanderten, wird heute fragwürdig günstig Döner vom Fleischspieß geschnitten. In der Studentenecke zwingt die Konkurrenz zu Dumping-Preisen.

 Gräfin Isabella d’Harscamp

Das Geburtshaus von Maria Isabella Gräfin d’Harsk(c)amp(s), Tochter des wohl gut gestellten Babiers und Perückenmacher Brunelle, die Stiftungen in Aachen gegründet, ist gekennzeichnet mit der zweiten Tafel am kleinen Platz Mauerstraße, Königstraße, Lochnerstraße.

Die nächste Tafel – Mutter Clara Fey –

läßt ihre Sorge um Kinder erkennen, die gerade zur damaligen Zeit sicher oft ein hartes bis erbärmliches Leben führen mussten.

Die Führung erlaubt im Weiteren einen Blick hinter die Mauern der Wirkungsstätte auf der Jakobstraße mit Erklärungen damaliger Lebenssituationen.

Am Anne-Sittarz-Platz nach jahrzehnte langer Biertradition des Degraa Bärenhof gilt hier heute Pasta, Pizza und Vino tinto. Letzte Spuren des Aachener Bieres finden sich beim Degraa am Theater.

Wo Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen unter den Webstühlen arbeiten mussten, steht heute Lego-Spielzeug im Fenster. Schöne Zeichen der Zeit.

Kinder galten zur Frühzeit der Industrialisierung natürlich als billige Arbeitkräfte. Um Waisenkinder, wenn möglich, kümmerten sich Ordensschwestern wie Clara Fey. Diese christlichen Kommunen produzierten kunstvolle Stickereien und andere wertvolle Gegenstände.

Nicht wirklich lustig ist was die Jungs sich da am Türelüre-Ließje-Brunnen erlauben, das Ließchen behindern die Toilette zu suchen und bei der Notdurft hämisch umtanzen. Auch wenn das Kinderlied so fröhlich klingt. Das Mädchen als Opfer derber Scherze.

Menschenverachtung auch heute Thema. Menschenrechte fraglich im heutigen Rotlichtviertel, wo Frauen oft unter falschen Versprechungen in die Prostitution geschleust wurden.

Aachen 1788 Jahrhundert damals Hurengasse genannt, lag die heutige Antoniusstraße mit gleichem Gewerbe mitten im Badezentrum. Heute doch eher unauffällig immer noch im Herzen der Stadt. Heute kümmert sich nicht nur in Aachen SOLWODI um Frauen, die aus dem Millieu der Prostitution aussteigen wollen.

Elisenbrunnen und -Garten mitten in der Stadt. Elisabeth, Königin von Preußen, um 1840, Tante der “Sisi” von Österreich, Namensgeberin, nicht die einzige hochgestellte Persönlichkeit im Kurort Bad Aachen.

Tafeln mit den Namen bedeutender Personen zieren die Rotundensäulen.

Mehr Elisenbrunnen und Elisengarten

Mutter Franziska von den armen Schwestern vom heiligen Franziskus in der Elisabethstraße, nachdenklicher Abschluß mit Besinnlichkeit im Innenhof der Klosteranlage.

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  • Veröffentlicht am 11. März 2018

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