Aachen ist eine Stadt des Wassers. Seit Jahrhunderten prägen Quellen, Brunnen und Wasserspiele das Bild der Kaiserstadt und erzählen zugleich ihre Geschichte. In der Altstadt, zwischen Dom, Rathaus und kleinen Gassen, findet man zahlreiche Brunnen – jeder von ihnen mit einer eigenen Bedeutung, einer eigenen Geschichte und oft auch mit einer besonderen Symbolik.
Viele dieser Brunnen sind weit mehr als reine Zierde. Sie sind kleine Kunstwerke, die historische Ereignisse, lokale Traditionen oder typische Eigenheiten der Stadt widerspiegeln. Manche erinnern an bedeutende Persönlichkeiten, andere an Legenden oder an das frühere Leben der Aachener Bürger. So wird ein Spaziergang durch die Altstadt schnell zu einer Reise durch die Vergangenheit der Stadt.
Ein besonders beliebtes Beispiel ist der Puppenbrunnen in der Krämerstraße. Der Brunnen wurde 1975 vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg geschaffen und zeigt verschiedene Figuren, die typische Seiten Aachens darstellen – vom Professor über den Bischof bis hin zum Harlekin. Das Besondere: Viele Elemente der Bronzefiguren sind beweglich und können von Besuchern verändert werden. Dadurch sieht der Brunnen immer wieder anders aus und lädt Groß und Klein zum Mitmachen ein.
Auch andere Brunnen der Stadt erzählen ihre eigenen Geschichten und tragen zur besonderen Atmosphäre der Altstadt bei. Sie erinnern an die Zeit Karls des Großen, an den Handel in der alten Reichsstadt oder an Aachens Tradition als Kur- und Bäderstadt. Das leise Plätschern des Wassers begleitet Besucher auf ihren Wegen und macht deutlich, warum Aachen seit jeher als Stadt des Wassers gilt.
Wer durch Aachen schlendert, entdeckt schnell: Die Brunnen sind nicht nur schöne Fotomotive – sie sind lebendige Zeugnisse der Stadtgeschichte und ein fester Bestandteil des Aachener Lebensgefühls.